Die Industriepolitik erlebt ein Comeback, doch aktuelle EU-Initiativen drohen Klimaschutz und soziale Errungenschaften zu untergraben. Eine progressive Agenda für die doppelte Transformation ist nötig, um wirtschaftliche, soziale und politische Herausforderungen zu meistern. Dies erfordert mehr Beteiligung der Menschen, eine gerechte Lastenverteilu...
Die Republik Österreich verfügt über einen Haftungsrahmen von 40 Milliarden Euro für Exportförderungen. Noch immer stehen diese auch für fossile Projekte zur Verfügung. Während Österreich den fossilen Ausstieg verschleppt, sind andere Länder bereits weiter auf dem Weg zur Klimaneutralität ihrer Exportversicherungen.
Neoliberale Politik versagt in der Krise
Die COVID-19-Pandemie verdeutlicht neuerlich die Grenzen und Widersprüche neoliberaler Politik. Damit wird sie immer mehr zum Hemmschuh für ein zukunftsfähiges Wirtschaften post Corona. Darauf deutet nicht zuletzt die Krise globaler Governance-Mechanismen hin, wie zuletzt das De-facto-Scheitern des Klima...
Ein nüchterner Blick auf die verfügbaren Folgenabschätzungen zeigt, dass die wirtschaftlichen Effekte des EU-Mercosur-Abkommens gering sind. Die Beschäftigungseffekte für die EU und Österreich können sogar negativ ausfallen. Die zu erwartenden Umwelteffekte, vor allem der Verlust von Waldflächen im Amazonasgebiet, werden unterschätzt. Angesichts d...
Öffentliche Unternehmensbeteiligungen waren lange in Misskredit. Angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderungen, wie Corona-Krise, Dekarbonisierung und Digitalisierung, sowie aufgrund der zunehmenden Konkurrenz um die globale Technologieführerschaft steht eine Neubewertung an. Vor allem die innovationsfördernde Wirkung von öffentlichen...
Der nationale Egoismus im Umgang mit der COVID-19-Pandemie widerspricht nicht nur dem Gebot der globalen Solidarität, sondern ist politisch kurzsichtig und ökonomisch fahrlässig. Dringend nötig sind internationale Kooperation und der rasche Ausbau der Impfstoffproduktion im globalen Süden.
Die Corona-Krise hat zu Engpässen in globalen Lieferketten geführt und damit eine Diskussion um die Versorgungssicherheit mit kritischen Gütern ausgelöst. Angesichts der geopolitischen Veränderungen und der Klimakrise braucht es aber eine wesentlich umfassendere Diskussion zukunftsfähiger Produktionsstrukturen.
Die berechtigte Kritik an der neoliberalen Globalisierung wird zunehmend vom Trump’schen Protektionismus an den Rand gedrängt. Gegen populistischen Protektionismus hilft aber kein bedingungsloses Bekenntnis zum Freihandel. Soziale Ungleichheit als Resultat der Globalisierung führt zu besorgniserregenden politischen Folgekosten. Stattdessen braucht ...
Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und der scheinbar unaufhaltsame Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa werfen beunruhigende Fragen über die Zukunft der Demokratie in Zeiten der Globalisierung auf. Der ökonomische Prozess der Globalisierung hat das Einkommensgefälle in Industrieländern vergrößert - mit offenkundigen Auswirkungen auf die D...
Die OECD hat neue Richtlinien für eine Sozialverträglichkeitsprüfung in der Exportförderung verabschiedet. Was braucht es für die Umsetzung in Österreich? Dazu macht eine von der AK beauftragte Studie konkrete Vorschläge.