Alle Beiträge von Michael Ertl

Refe­rent für Ver­tei­lungs­fra­gen in der Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der AK Wien

Stabil hohe Vermögensungleichheit in Deutschland

Am Montag veröffentlichte die Deutsche Bundesbank die ersten Ergebnisse zur Vermögenslage in Deutschland für 2014. Die Daten stammen aus der zweiten Welle des HFCS, einer Befragung, die in allen Ländern der Eurozone durchgeführt wird. Zum ersten Mal ist nun ein Vergleich mit den Ergebnissen aus der ersten Befragung von 2010 möglich. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltend hohe Vermögensungleichheit.

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Forum Alpbach 2015: UnGleichheit

Nachdem das Thema Ungleichheit einen zentralen Stellenwert bei Organisationen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eingenommen hat, stellte sich das Europäische Forum Alpbach heuer (endlich) dieser Thematik mit dem Titel: „UnGleichheit“. Dieser Schritt macht deutlich, dass Ungleichheit als brisantes Thema in der Gesellschaft angekommen ist und dass die Gefahren von zu hoher Ungleichheit erkannt wurden.

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Wir meinen Millionäre: aber wer ist das?

Junge Familien mit Einfamilienhaus in der Idylle, kleine Familienbetriebe, in denen der Chef (und seltener die Chefin) jedeN beim Vornamen anspricht und zu Weihnachten ein persönliches Geschenk überreicht. Beschleicht Sie der Verdacht, dass hier sehr wohlhabende Haushalte beschrieben werden? Stellen Sie sich so den idealtypischen Millionärshaushalt vor, also ein Haushalt, der nach Abzug sämtlicher Schulden zumindest 1 Mio. Euro besitzt? Die Interessensvertretungen von Kapital- und VermögensbesitzerInnen möchten uns das auf großen Plakatwänden einreden. Doch die Daten zeigen: Dieses Bild trifft nicht die Realität, denn Millionärshaushalte sehen ganz anders aus.

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Bei Vermögenseinkommen gibt es keinen Mittelstand

Wie hoch ist das jährliche Einkommen aus Ihrem Vermögensbesitz? Könnten Sie auf Ihren Arbeitsplatz verzichten und ausschließlich von Mieteinkünften, Zinsen, Dividenden, Gewinnausschüttungen und ähnlichem leben? Falls Sie diese Frage verneinen, dann zählen Sie nicht zu den obersten wenigen Prozent, die dies durchaus könnten und aus diesem Umstand heraus mit einer gewissen Gelassenheit in die Zukunft blicken können.

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