Alle Beiträge von Klemens Himpele

Klemens Himpele leitet die Magistratsabteilung 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik der Stadt Wien

Kommunale Antworten auf die Share Economy

In den vergangenen Monaten ist viel über die neuen technologischen Entwicklungen und ihren Impact auf den Arbeitsmarkt diskutiert worden. Auch hier im Blog wurde die Frage aufgeworfen, ob die neuen Produktionsmöglichkeiten der Industrie 4.0 menschliche Arbeit ersetzen oder verändern und wie neue Arbeitsmodelle wie das Crowdworking einzuschätzen sind (hier und hier). Auch die Share Economy wurde beleuchtet. Die Stadt Wien hat nun einen Bericht vorgelegt, wie sie mit Teilen der Share Economy umgehen will.

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Fehlende öffentliche Einnahmen als Hauptkostenfaktor der Krise

Die Finanz- und Wirtschaftskrise und die damit verbundenen schlechten Nachrichten gehören fast schon zum Alltag. Spätestens ab 2009 hat die Krise deutliche Spuren hinterlassen: Das Wirtschaftswachstum ist mau, die Arbeitslosigkeit steigt, und in Europa droht zusätzlich eine Deflation. All das wirkte sich – gemeinsam mit den Bankrettungen – negativ auf die Staatsverschuldung aus, insbesondere durch krisenbedingte geringere öffentliche Einnahmen.

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Brain Drain in Österreich?

Schon der Antext in der Neuen Zürcher Zeitung war dramatisch: „Auf längere Sicht wird der ungebremste Braindrain für Österreich zu einem noch grösseren Problem als die Folgekosten der Hypo Alpe Adria“ schrieb Matthäus Kattinger dort am 1. April – es war aber offenbar nicht als Aprilscherz gemeint. Auch andere Medien hatten das Thema aufgegriffen und der Tenor war: Österreich verliert seine Geisteselite. Insbesondere die NZZ folgerte daraus, dass „überbordende Regulierungswut“ oder zu hohe Steuern schuld für den Brain Drain wären. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass diese Argumentation auf Sand gebaut ist, weil es in Österreich vielmehr einen „Brain Gain“ gibt, also einer Nettozuwanderung gut ausgebildeter Menschen.

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Wachsende Stadt in Zeiten des Sparens

Wien wächst – die Prognosen  von Statistik Austria gehen davon aus, dass bis 2031 weitere 240.000 EinwohnerInnen dazukommen werden. Innerhalb von 30 Jahren wäre Wien dann um Graz und Linz gewachsen. Gleichzeitig soll gespart werden – das Nulldefizit für 2016 ist Bestandteil des innerösterreichischen Stabilitätspaktes, mit dem die unionsrechtlichen Vorgaben zur Haushaltsdisziplin der Mitgliedstaaten umgesetzt werden sollen. Wien soll also in den kommenden 15 Jahren die Infrastruktur von Graz errichten – sich aber für Investitionen nicht verschulden. Das alles dann auch noch im siebenten Jahr einer Wirtschaftskrise. Ein gute Anlass, sich mit der antizyklischen Fiskalpolitik und der Rolle von Investitionen zu befassen.

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