Alle Beiträge von Florian Schall

studiert Volkswirtschaft und Sozioökonomie auf der WU; arbeitet u.a. als Trainer für Wirtschaftsplanspiele (AK Wien) und politische Bildung.

Die Wirtschaft schwächelt, deshalb braucht es höhere Löhne

Bleiben die Löhne hinter den Gewinnen und Vermögenseinkommen zurück, dann bremst das das die Wirtschaftsentwicklung und zerstört Arbeitsplätze. Die Frage der funktionellen Einkommensverteilung, also wie sich das Einkommen einer Volkswirtschaft auf Löhne und Gewinne verteilt, ist eine der fundamentalsten der Ökonomie. Bereits der klassische britische Ökonom David Ricardo hat sie Anfang des 19. Jahrhunderts als „principal problem in Political Economy“ bezeichnet.

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Der Mythos der Wettbewerbsfähigkeit und seine Widersprüchlichkeiten

Im wirtschaftspolitischen Diskurs in Österreich ist immer wieder von „internationaler Wettbewerbsfähigkeit“ die Rede, welche um jeden Preis zu halten bzw. zu verbessern sei. So waren zuletzt Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und Finanzministerin Maria Fekter mit der Aussage, Österreich sei in internationalen Wettbewerbsrankings „abgesandelt“ und die Arbeitskosten sollten gesenkt werden um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten in den Medien. Der  allgemeine Tenor reduziert das Thema auf die Kernaussage: je schlechter die Lohnentwicklung und je niedriger die Steuerleistung, desto höher die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Der folgende Beitrag soll zeigen, dass die Ausführungen der DiskursprotagonistInnen über internationale Wettbewerbsfähigkeit, jeglicher seriösen Grundlage entbehren.

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