Alle Beiträge von Christoph Streissler

ist als Referent in der Abteilung Umwelt und Verkehr der AK Wien unter anderem für Klimapolitik zuständig

Dekarbonisierung des Wirtschaftssystems – Traum und Wirklichkeit

In Paris einigten sich die Staaten auf das Ziel, den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts soll es durch Dekarbonisierung gelingen, netto Nullemissionen bei den Treibhausgasen zu erreichen. Die EU strebt an, bis 2050 ihre Emissionen auf ein Fünftel des Wertes von 1990 zu senken. All das sind hehre Ziele. Ohne grundlegende Änderung des Wirtschaftssystems sind sie nichts als Luftschlösser.

 

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Klimaabkommen von Paris: Mehr Licht als Schatten

Am 12. Dezember ging in Paris die 21. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention, kurz COP 21, zu Ende. Die Erwartungen an diese Klimakonferenz wurden im Vorfeld immer stärker in die Höhe geschraubt. Ein Scheitern hätte möglicherweise bedeutet, dass die UNO-Klimarahmenkonvention zur Bedeutungslosigkeit verkommen wäre. Nun feiern die meisten Staaten das Ergebnis als Erfolg. Das ist gerechtfertigt, denn das Abkommen enthält einige wesentliche Meilensteine. Aber vieles bleibt noch zu tun.

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Vertreibt der Klimaschutz die Industrie?

Die Nutzung fossiler Energieträger hat in den letzten Jahrhunderten ein enormes wirtschaftliches Wachstum ermöglicht. Die Folgen, die dies für das globale Klima hat, machen jedoch deutlich, dass es so nicht weitergehen kann. Die EU hat sich daher auf ambitionierte Klimaschutzziele festgelegt, die aber auch mit Kosten verbunden sind. Was ist dran an der Befürchtung, dass Unternehmen wegen dieser Kostenbelastung abwandern?

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Was bringt Lima für das Klima?

Am 1. Dezember hat in Lima, der Hauptstadt Perus, die zwanzigste Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention begonnen, nach der englischen Abkürzung „Conference of the Parties“ kurz als COP20 bezeichnet. Zwanzig mag eine runde Zahl sein, doch die Vertragsstaaten sind sich einig, dass Lima in erster Linie der Vorbereitung für die in einem Jahr stattfindende 21. Klimakonferenz in Paris dient, bei der sich entscheiden wird, ob ein globales, multilaterales Abkommen zum Klimaschutz für die Zeit nach 2020 zustande kommt.

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Präsentation des World Energy Outlook 2013 – Das Geheimnis des Fatih Birol

Am 13. November 2013 lud die OMV zur alljährlichen Präsentation des World Energy Outlook 2013 in den großen Redoutensaal der Wiener Hofburg. Der Chef-Ökonom der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, berichtete über die neuesten Aussichten und die Politikempfehlungen der IEA und nahm dann an einer kurzen Podiumsdiskussion teil. Hier ein persönlich gefärbter Bericht von einer Veranstaltung, die doch einige Fragen offen ließ und für so manche Verwirrung sorgte.

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Wärmedämmung von Wohngebäuden: Warum die Bundesförderung auch 2013 schief läuft

Bundesmittel für die energetische Sanierung von Wohngebäuden bleiben ungenutzt liegen. Nun erhöhen die zuständigen Minister die Förderintensität.
Das ist verteilungspolitisch und budgetpolitisch falsch.

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